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Jetzt auf die Kostenbremse treten:

Neue Fenster nehmen
den Energiepreisen ihren Schrecken

Mieter und Besitzer von Wohneigentum können ein Lied davon singen: Regelmäßig erfahren sie aus den Medien oder direkt vom regionalen Energieversorger, dass die Preise für Öl, Gas, Strom und Pellets wieder einmal steigen. Doch gegen die Nebenkosten-Explosion ist ein wirksames Kraut gewachsen. Die stetige Verteuerung der Energiekosten macht das Energiesparen mittels neuer Fenster immer attraktiver – nicht verbrauchte Energie ist nämlich immer die beste Energie. Zugleich senken energieeffiziente Fenster den CO2-Ausstoß und schützen das Klima.

Gut drei Viertel aller Wohngebäude sind älter als 30 Jahre. Rund 340 Millionen Fenster sind bundesweit ein Fall für die Modernisierung oder den Austausch. Besonders Fenster aus der Zeit vor 1995 bilden oft die energetische Schwachstelle von Häusern und Wohnungen. Mit modernen Wärmedämmfenstern geht sprichwörtlich die Sonne auf: Sie sparen dank ihrer hervorragenden Dämmeigenschaften Energie und der transparente Werkstoff Glas nutzt gleichzeitig kostenlos die nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehenden solaren Energiegewinne. Diese Vorzüge belegt zum Beispiel ein Renovierungsprojekt aus Rheda-Wiedenbrück, das über die KfW-Bank finanziert wurde. Im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogrammes“ wurden der Hausbesitzerin 17.000 Euro zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihre 30 Jahre alte Doppelhaushälfte mit 130 Quadratmetern Wohnfläche modernisierte. Unter anderem wurden rund 25 Quadratmeter Fenster und die Haustür erneuert. Die Nebenkosten sanken von rund 320 Euro auf unter 200 Euro pro Monat. Der Einsparung von rund 120 Euro stehen nur 95 Euro monatliche Kreditrate gegenüber – ein gutes Beispiel dafür, dass sich eine Modernisierung rechnet. Zudem wurde der Komfort erhöht und die Sicherheit gesteigert. Dank der neuen Fenster bestimmen jetzt nicht mehr Eisblumen auf der raumseitigen Glasoberfläche das Bild, sondern Temperaturen, die sich von der Raumluft nur unwesentlich unterscheiden. Hinzu kommt mehr Helligkeit in allen Zimmern und ein echter Sicherheitszuwachs dank der einbruchhemmenden Beschläge an der neuen Haustür.

Der Uw-Wert macht den Unterschied
Für das hohe Energieeinsparpotenzial moderner Fenster ist der Uw-Wert verantwortlich. Einfach gesagt: Er bestimmt, wie hoch der Wärmeverlust eines Bauteiles ist. Dabei gilt: Je kleiner der Wert, desto mehr Wärme bleibt im Haus. „Bei bis in die 1970er Jahre üblichen Einfachverglasungen lag der Wert noch bei über 5 Watt pro Quadratmeter Kelvin und bei vor 1995 verwendeten Fenstern bei rund 3,0“, erklärt Ulrich Tschorn. Heute hat sich dieser Wert bei modernen Wärmedämmfenstern auf bis zu 0,8 W/m2K verbessert. „Neue Fenster sind also eine echte Energiekostenbremse“, so der Experte. Mit einer Senkung des Uw-Wertes um 0,1 W/m2K reduziert sich der Heizölverbrauch pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr um rund 1,2 Liter. Beträgt also bei einer durchschnittlichen Fensterfläche von rund 25 Quadratmetern der Uw-Wert der alten Verglasung 3,0 und verbessert er sich auf 1,1, können allein durch den Fenstertausch durchschnittlich 570 Liter Heizöl jährlich eingespart werden. Das sind nach derzeitigem Ölpreis fast 500 Euro pro Jahr, um die sich die Nebenkostenabrechnung reduziert – Geld, das dann an anderer Stelle sinnvoller ausgegeben werden kann.

Solare Energiegewinne bringen Wärme ins Haus
Wer beim Austausch der alten Fenster gleichzeitig die Fensterfläche in den dafür geeigneten Fassadenbereichen vergrößert, kann zusätzliches bares Geld sparen: Denn die kostenlose Sonnenenergie erwärmt unter anderem den Boden, die Wände und die Möbel. Diese Wärme wird dann wieder in den Raum abgegeben und verkürzt so die Heizperiode. Außerdem reduziert das länger nutzbare, zusätzliche Tageslicht die Einschaltzeiten künstlicher Lichtquellen. Wie stark der Energie- und Lichteintrag ausfällt, hängt von der Lage und der Größe der Fensterflächen ab. Große, nach Süden gerichtete Fenster bekommen das gesamte Jahr hindurch die meisten direkten Sonnenstrahlen ab. Die Ost- und Westfassade tragen ebenfalls zur optimalen Ausnutzung von Licht und Wärme bei. Das Beste ist gerade gut genug – denn Fenster, Haustüren und transparente Fassaden haben eine Nutzungszeit von rund 35 Jahren und mehr. Vergessen sollte man dabei aber nicht die Beschattung für die heißesten Tage des Jahres. Außerdem sind mit einer Fenstermodernisierung noch viele weitere Zusatznutzen zu erreichen. Dies gilt zum Beispiel für den besonders in Ballungsgebieten wichtigen Schallschutz, die Einbruchhemmung, komfortable automatisierte Elemente, die den Alltag erleichtern, oder auch die Barrierefreiheit.

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